Wir dürfen den Kindern nicht glauben machen, alles sei bereits bekannt, alles erforscht, und es gäbe nur noch alles Herausgefundene zu erlernen – zu lernen. Nein, ihre Neugier muss geweckt werden, indem wir ihnen klar machen, dass trotz großem Fortschritt auf den einzelnen Gebieten, immer noch viele Fragen ungelöst sind.

Wir sollten eine ungelöste, interessante Frage in den Raum stellen. Sie dann fragen, ob jemand sie beantworten könne. Und ihnen anschließend preisgeben: „Niemand vermochte das bislang. Vielleicht ja einer von euch in den kommenden Jahren.“ Dann können die Hintergründe, die zu dieser Frage hinführen, von vorne aufgerollt und unterrichtet werden. Die Aufmerksamkeit und Aufnahmefähigkeit durch Neugier ist jetzt sicher größer.

Es darf nicht alles entmystifiziert werden. Wir brauchen dieses Ungewisse, das Unerklärliche, das Mystische. Es zieht uns in seinen Bann und macht uns versucht, alles daran zu setzen, ihm auf die Schliche zu kommen. So ähnlich, wie wir versuchen die Vorführung eines Zauberers zu verstehen und zu erklären; ja, ihm sogar seine Magie kurzzeitig zu nehmen, um sie ihm anschließend, ob ihrer puren Schönheit und fesselnden Anziehungskraft, wieder überzustreifen. Doch nun haben wir eine weitere Sicht auf die Vorführung gewonnen und können diese auf einer weiteren Ebene genießen.

– © Ben Bayer (31.8.2016)

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