Ich kann nicht umhin, behaupten zu müssen, dass man heutzutage einfach dazu erzogen wird, beleidigende Kommentare zu verfassen. Und zwar mit fortschreitender Technisierung immer mehr. Die Anonymität der „internetlichen“ Kommentare mag auch noch das ihrige dazu beisteuern. Aber allgemein wird einem beigebracht, man habe immer leistungsfähig zu sein und die Dinge in immer kürzerer Zeit zu Wege zu bringen. Nur dem Besten sei es möglich erfolgreich zu sein. Also kann man keine Fehler eingestehen. Es würde einen ja zurückwerfen im Rennen „der Besten“.

Kann man Fehler jedoch nicht eingestehen, anderen nicht, aber vor allem sich selbst, muss man sich wohl oder übel immer für alles rechtfertigen, muss man Recht haben. Sonst ist man nichts. Und wenn man eigene Schwächen nicht eingestehen kann, muss man darüber hinwegtäuschen, die Flucht nach vorn wagen, Aufsehen erregen, um schlicht davon abzulenken. Das klappt mit beleidigenden Angriffen ganz besonders gut.

Jeder Mensch hat Fehler und Schwächen.

Sie mögen unterschiedlich ausfallen, auch in der Quantität.
Aber der eigentliche Unterschied besteht wohl darin, wie er mit ihnen umgeht.

– © Ben Bayer (30.7.2015)

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